Methodik

Evidenz bei Peptiden verstehen

Bei kaum einem Gesundheitsthema werden präklinische Befunde so schnell zu scheinbar sicheren Therapieaussagen wie bei Peptiden. Diese Seite zeigt, welche Beweisstufe welche Aussage tatsächlich erlaubt.

Aktualisiert: 30. September 2026 · allgemeine Information, keine individuelle Therapieempfehlung

Eine praktische Evidenzleiter

StufeWas sie zeigen kannWas sie nicht beweist
Zell-/LaborstudieMechanismen, Bindung, biologische PlausibilitätWirksamkeit oder Sicherheit beim Menschen
Tiermodellbiologische Effekte im Organismusdass der Effekt beim Menschen gleich ausfällt
Phase 1erste Sicherheit, Pharmakokinetik, Dosisbereicheklinischen Langzeitnutzen
Phase 2erste Wirksamkeitssignale und Dosisfindungbreite Nutzen-Risiko-Bilanz
Phase 3größere, kontrollierte Wirksamkeits- und Sicherheitsdatenjede seltene oder langfristige Folge
Zulassung / Anwendungbehördlich bewertete Nutzen-Risiko-Bilanz für definierte Indikationdass jede Off-Label- oder Lifestyle-Anwendung sinnvoll ist

Warum „es gibt Studien“ zu wenig sagt

Eine Mausstudie, ein Fallbericht und eine randomisierte Phase-3-Studie sind alles „Studien“ – aber ihre Aussagekraft unterscheidet sich dramatisch. Deshalb nennen wir auf den Wirkstoffseiten nicht nur Ergebnisse, sondern auch die Evidenzstufe.

Produktqualität ist eine eigene Frage

Selbst wenn ein Molekül wissenschaftlich interessant ist, sagt das noch nichts über Identität, Reinheit oder Dosierungsgenauigkeit nicht zugelassener Produkte aus. Wirkstoff-Evidenz und Produktqualität müssen getrennt beurteilt werden.